Gedenkstätte Lager Sandbostel

Zwischen 1939 und 1945 befand sich an dem Ort der heutigen Gedenkstätte Lager Sandbostel das Kriegsgefangenenlager Stalag XB Sandbostel. In den sechs Jahren durchliefen mindestens 313.000 das Stalag XB, deren Geschichte das Thema der Dauerausstellung ist. Sowjetische Kriegsgefangene wurden im Vergleich zu Kriegsgefangenen aus anderen Nationen besonders diskriminiert und brutal behandelt. In den letzten zwei Wochen vor der Befreiung nutzte die SS einen Teil des Lagers als Auffanglager für 9500 KZ-Häftlinge.

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Vergangene Veranstaltungen

10.01.2021 - 28.02.2021

Sonderausstellung (Verlängerung): Gefangenschaft – Leiden – Tod – Rückkehr. Sowjetische Soldaten aus dem Permer Gebiet in niedersächsischen Lagern

Mit dem Überfall Deutschlands am 22. Juni 1941 kamen Soldat*innen der Roten Armee aus allen Teilen der Sowjetunion an die Front. Viele von ihnen stammten aus fernen Regionen, tausende Kilometer von Moskau entfernt. Die meisten kamen aus Dörfern. Die Ausstellung schildert die Geschichte von zwölf kriegsgefangenen Soldaten aus der niedersächsischen Partnerregion Perm im Ural: Ihr Leben vor dem Krieg, ihren Weg in die Gefangenschaft - und bei den wenigen, die heimkehrten, auch das Leben in ihren Familien und in ihrem Dorf nach dem Krieg. Mehr Informationen →

27.01.2021 | 18:00 Uhr

Film: HOLOCAUST light gibt es nicht!

Sara Atzmon überlebt als 12-jährige Ghetto, Arbeitslager und das KZ Bergen-Belsen. Fast 70 Jahre später besucht sie mit ihrer Enkelin die Orte ihres Leidens in Deutschland. Dabei trifft sie auf Jugendliche, die nichts über den Holocaust wissen, und Erwachsene, die nichts mehr von den Verbrechen der Nazis und den Folgen für die Opfer hören wollen. Sara Atzmon begegnet auch jüdischen Deutschen, die aufgrund des zunehmenden Antisemitismus wieder auf gepackten Koffern sitzen. Mehr Informationen →

18.02.2021 | 18:00 Uhr

Spurensuche im Elbe-Weser-Raum

Die Gedenkstätte Lager Sandbostel hat zum 75. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai 2020 die Gräber ehemaliger Kriegsgefangener des Stalag X B Sandbostel erfasst. Dr. Lars Hellwinkel gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die Recherchearbeiten und stellt ausgewählte Gräber und Schicksale von Kriegsgefangenen aus Arbeitskommandos im ehemaligen Verwaltungsgebiet des Stalag X B zwischen Weser und Elbe vor. Mehr Informationen →

04.03.2021 | 19:00 Uhr

„Die mir von der Wehrmacht angebotenen Kriegsgefangenen sind derart entkräftet“ – Sowjetische Kriegsgefangene in Bremer Arbeitskommandos

Die Wehrmacht brachte Millionen sowjetischer Kriegsgefangener zum Arbeitseinsatz ins Deutsche Reich. Mehr als die Hälfte überlebte die Gefangenschaft in Lagern wie dem Stalag X B Sandbostel und den Arbeitskommandos nicht. Auch in Bremen setzten Firmen und Behörden die kriegsgefangenen Rotarmisten ein, vornehmlich in der Rüstungsindustrie. In dem Vortrag werden die ökonomischen und ideologischen Hintergründe und Widersprüche dieser Arbeitseinsätze aufgezeigt. Beispielhaft werden die Lebens- und Arbeitsbedingungen von sowjetischen Kriegsgefangenen in Bremen dargestellt. Ort: Kulturzentrum kukoon, Bremen Mehr Informationen →

25.03.2021 | 18:00 Uhr

Archäologie in der Gedenkstätte Lager Sandbostel

Seit Anfang der 2000er-Jahre wurde auf dem Areal des ehemaligen Stalag X B nach Objekten und Artefakten aus dem Kriegsgefangenenlager gegraben. Während es zunächst immer auch darum ging, das historische Lagergelände zu authentifizieren und moralisch-ethische Argumente für die Errichtung einer Gedenkstätte zu gewinnen, steht in der Gegenwart das Forschungsinteresse im Vordergrund. Dabei kommen auch nicht invasive Untersuchungsmethoden wie Geomagnetik zum Tragen. In dem Vortrag erläutern die Referenten die gegenwärtigen Kampagnen und berichten von ersten Ergebnissen. Mehr Informationen →

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