Begegnungsstätte Poppenbüttel e.V. / KZ-Außenlager Sasel

KZ-Außenlager Sasel ( Gedenkstein Petunienweg/Feldblumenweg in Hamburg Sasel) Das KZ-Außenlager Sasel war eines von etwa 85 Hamburger Außenkommandos des ehem. KZ Neuengamme in Hamburg. Es bestand von August/September 44 - Mai 1945. Inhaftiert waren etwa 500 Frauen, Zwangsarbeiterinnen, die vor allem aus dem KZ Auschwitz kamen. Die meisten waren Jüdinnen, einige Roma/Sinti. Sie bauten unter schwersten Bedingungen 370 Behelfsunterkünfte für ausgebombte HamburgerInnen und wurden zur Beseitigung von Bombenschäden im Hafen und Stadtgebiet eingesetzt. Auftraggeber waren die Stadt und private Unternehmen. 1980/82 erforschten SchülerInnen des nahe gelegenen Gymnasiums Oberalster im Rahmen eines Projektes mit ihrem Lehrer die Geschichte dieses Lagers. Sie veröffentlichten eine eindrucksvolle Broschüre, durch die erstmals einer breiten Öffentlichkeit bekannt wurde, was damals in Sasel geschah. 1982 wurde auf Initiative der SchülerInnen und ihres Lehrers am ehemaligen Standort ein Gedenkstein mit der Inschrift "Die Würde des Menschen ist unantastbar errichtet."

Kontakt

  • Begegnungsstätte Poppenbüttel e.V. / KZ-Außenlager Sasel Stratenbarg 25, 22393 Hamburg
  • dkretzer@t-online.de

Vergangene Veranstaltungen

26.01.2021 - 28.01.2021

Gegen das Vergessen – Erinnern für die Zukunft Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus in Sasel

Angesichts der Corona Pandemie wird die diesjährige öffentliche Gedenkveranstaltung am 27. Januar am Mahnmal des ehemaligen KZ Außenlager Sasel im Petunienweg /Ecke Feldblumenweg nicht in der bisherigen Form stattfinden können. Die Veranstalter, der Verein "Begegnungsstätte Poppenbüttel e.V.", werden der Opfer des Nationalsozialismus und der auch hier im beschaulichen Sasel im KZ 500 inhaftierten und zum Teil umgekommenen Frauen dadurch gedenken, dass viele Mitglieder des Vereins im Laufe des Tages eine Blume, ein Gesteck, oder auch einen kleinen Text am Mahnmal niederlegen oder eine Kerze anzünden. Am Abend werden im Rahmen der bundesweiten Aktion "Lichter gegen die Dunkelheit" der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz in Berlin wie bereits im letzten Jahr zusätzlich weitere Leuchten am Mahnmal aufgestellt. "Gerade angesichts zunehmender und bedrückender Fälle von Gewalt, Diskriminierung , Antisemitismus und rechten Bewegungen in unserer Zeit halten wir es für unvermindert geboten, die unfassbaren Vorgänge zu Zeiten des Nationalsozialismus mahnend wach zu halten - auch in diesem, unserem Stadtteil" so die Vertreter*innen des Vereins. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am 27. Januar oder am Tag davor oder danach mit einer kleinen Geste an dieser sehr individuellen Form des Gedenkens zu beteiligen.

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