Über das Projekt

In diesem Jahr jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zum 75. Mal. Das Kriegsende bedeutete das Ende von Verfolgung, Mord, Ausbeutung und Unterdrückung von Millionen Menschen. Für viele war es jedoch nicht das Ende ihres Leidensweges. Es dauerte Jahrzehnte, bis wieder ein Vertrauensverhältnis zwischen den Menschen verschiedener Gesellschaften entstehen konnte.

Die Täterinnen und Mitläuferinnen hingegen blendeten mehrheitlich lange Zeit die eigene Verantwortung aus. Sie pflegten den Mythos von der „Stunde Null“ – und ignorierten die personellen und strukturellen Kontinuitäten die es in unterschiedlichem Maße in beiden deutschen Staaten gab und gibt.

Die Gedenkstätten zur Erinnerung an die nationalsozialistische Verfolgungspolitik leisten einen wichtigen Beitrag zu einem differenzierteren Blick auf das Kriegsende, die Nachkriegszeit und den Umgang mit der Vergangenheit. Sie thematisieren Defizite und Stärken und tragen wesentlich zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit in der Wahrnehmung der Vielschichtigkeit der Erinnerungskultur bei. Vereinfachenden Tendenzen wird ein Geschichtsbild entgegengesetzt, das nicht pauschalisiert. Eine angemessene, historisch reflektierte Darstellung der Geschichte soll ermöglicht werden.

Damit wollen wir zur Wertschätzung des seit 1945 gewachsenen Vertrauens in ein vereintes Europa und der demokratischen Verfasstheit der deutschen Gesellschaft beitragen.

Diese Internetseite informiert von Januar bis Mai 2020 über Veranstaltungen, die von Gedenkstätten und Gedenkinitiativen angeboten werden.

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