Verein Mahnmal Kilian e.V. / Flandernbunker

Der Verein "Mahnmal Kilian" e.V. möchte den Flandernbunker, der sich als ein kompakter, trutziger grauer Betonwürfel präsentiert, als authentisches geschichtliches Monument im öffentlichen Raum erhalten. Sein Charakter als Schutzbau zur Zeit des Zweiten Weltkriegs springt ins Auge durch das Fehlen jeglicher verschönernder Zutat (z.B. Verklinkerung) und die an den Durchbrüchen sichtbare enorme Wandstärke von über 2 Metern. Deutlich sichtbar sind auch die Spuren der vergangenen 60 Jahre. Ausblühungen des Betons bedecken den Bunker nicht nur von außen, sondern haben sich in seinem Inneren schon zu kleinen Stalagtiten und -miten getürmt. Kondens- und durchsickerndes Regenwasser hat die rot-braunen Oxyde rostender Eisenarmierungen aufgenommen und in Form senkrechter Fahnen über die Wände verteilt. Dieser ursprüngliche Zustand soll so weit wie möglich beibehalten werden. Der Verein "Mahnmal Kilian" e.V. hat diese Kriegsruine als Ort der Bildung und der Völkerverständigung etabliert. Sie ist Bildungs-, Kultur- und Gedenkstätte für Besucher und dient als Ausgangspunkt für anschaulichen Geschichtsunterricht. Als Ruine dokumentiert der Bunker Kriegswahnsinn und Niederlage zugleich. Der Flandernbunker befindet sich in Kiel-Wik an der Kiellinie, Eingang Marinehafen.

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Vergangene Veranstaltungen

27.01.2021 | 17:00 bis 19:00 Uhr

Gedenkspaziergang um den Flandernbunker

Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar wird auch zu Pandemiezeiten vom Verein Mahnmal Kilian im und rund um den Flandernbunker begangen. Am 27. Januar 2021 wird der Kieler Flandernbunker in der Zeit von 17 bis 19 Uhr hell erleuchtet sein. Dabei kommt auch farbiges Licht zum Einsatz. Leider darf nicht, wie im vergangenen Jahr, zu einer Zusammenkunft am Flandernbunker eingeladen werden – vorbeigehen darf man dort allerdings. Daher lädt der Verein Mahnmal Kilian zu einem Abendspaziergang an der Kiellinie in der Wik rund um den Flandernbunker ein. Bilder der Aktion werden online unter www.mahnmalkilian.de sowie unter www.lichter-gegen-dunkelheit.de zu sehen sein. Die Idee zu dieser verbindenden Aktion stammt von der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin, wo im Januar 1942 der Holocaust besprochen wurde. Zugleich wird an diesem Abend des 27. Januar die erste Ausstellung in der 25-jährigen Geschichte des Vereins Mahnmal Kilian eröffnet, die (noch) nicht persönlich besucht werden darf: „Konfliktlandschaften“. Gezeigt werden künstlerische Installationen von Studierenden und Lehrenden der Universität Osnabrück, die sich in einem interdisziplinären Forschungsprojekt mit historischen Gewaltorten und Schlachtfeldern befassen. Historiker, Geologen, Archäologen, Physiker, Informatiker bis hin zu Künstlern und Kunstpädagogen widmen sich auf wissenschaftlichem Niveau jenen Orten, über die buchstäblich das Gras gewachsen ist, aber auch solchen, die im Fokus des öffentlichen Interesses stehen, wie die Gedenkstätten. So besuchte 2019 ein Arbeitsgruppe von HistorikerInnen und KünstlerInnen die Gedenkstätten Auschwitz, Birkenau, Krakow, Plazow und Monowitz in Polen. Man stieß dort auch auf jenen Steinbruch, der Steven Spielberg für seinen Film „Schindlers Liste“ gedient hatte. Mehr Informationen →

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