Gedenkstätte und Museum Trutzhain

Die Gedenkstätte Trutzhain befindet sich am historischen Ort des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers STALAG IX A Ziegenhain und erinnert an das Schicksal der Kriegsgefangenen unter dem NS-Regime sowie an die Nachkriegsnutzung als Camp für jüdische Displaced Persons (1946-1947). Bis heute sind die Gebäude des früheren Kriegsgefangenenlagers größtenteils erhalten sowie zwei Friedhöfe (Kriegsgräberstätten). Die Gedenkstätte bietet vielfältige pädagogische Möglichkeiten, sich mit den Verbrechen und Folgen des Zweiten Weltkriegs auseinander zu setzen. Für Angehörige ehemaliger Kriegsgefangener ist sie ein wichtiger Ort der Erinnerung.

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Vergangene Veranstaltungen

27.01.2020 | 19:00 Uhr

„Und eisig weht der kalte Wind“ Das Schicksal einer deutschen Sinti-Familie

Lesung und Konzert mit Ricardo-Lenzi Laubinger Mehr Informationen →

29.03.2020 | 17:00 Uhr

„Dies war endlich Freiheit!“ Gedenkveranstaltung zur Befreiung des STALAG IX A Ziegenhain vor 75 Jahren

Eine Textcollage gelesen und interpretiert von Schülerinnen und Schülern der Melanchthon-Schule Steinatal -zusammengestellt aus historischen Quellen und Selbstzeugnissen. Zeitzeugenberichte geben Einblicke in diese spannungsgeladene Zeit im Frühjahr 1945: Noch ist Krieg, doch die Alliierten rücken mit ihren Streitkräften immer näher. Was geschah im Kriegsgefangenenlager Ziegenhain kurz vor der Befreiung? Was ereignete sich am 30. März? Und was bedeutete die Befreiung für die Kriegsgefangenen und die deutsche Bevölkerung? Gemeinsam mit der Gedenkstätten- und Theaterpädagogin Regina Gabriel haben sich die Jugendlichen mit diesen Fragen auseinandergesetzt und sich den historischen Ereignissen in besonderer Weise genähert. Mehr Informationen →

22.04.2020 | 19:00 Uhr

„Verborgen in Schnuttenbach“ Dokumentarfilm zum Zweiten Weltkrieg von Thomas Gerhard Majewski, 2009, 116 Min.

Der Regisseur des Films wird anwesend sein. Der bewegende, aber auch heitere Dokumentarfilm steht stellvertretend für viele deutsche Dörfer und erzählt von den Möglichkeiten der Freundschaft zwischen „Feinden“. Eher zufällig erfährt der Filmemacher 1998, dass in seinem Heimatort Schnuttenbach während des Zweiten Weltkriegs ein Lager für Zwangsarbeiter eingerichtet wurde. Der Film begleitet fast 60 Jahre später die Dorfbewohner mit ihren Erinnerungen an diese Zeit und zeigt das Wiedersehen mit den ehemaligen Zwangsarbeitern Leo und Jos und dem Kriegsgefangene Henri – berührend, aber zugleich mit viel Raum für Humor. Der Zuschauer taucht mit den Zeitzeugen, sei es SS-Mann, Magd, Hitlerjugendlicher oder Oberfeldwebel, in die Geheimnisse der Vergangenheit ein. Mehr Informationen →

06.05.2020 | 19:00 Uhr

Lesung mit Dr. Florian Huber aus seinem Buch: Kind, versprich mir, dass du dich erschießt. Der Untergang der kleinen Leute 1945.

Vor 75 Jahren endete mit der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reichs der Zweite Weltkrieg. Gleichzeitig war dies die Befreiung von der verbrecherischen Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus. Doch nicht alle Deutschen sehnten diesen Tag herbei. Florian Huber beleuchtet in seinem Buch eindrucksvoll die Untergangsstimmung im Jahr 1945 aus Sicht deutscher und ausländischer Augenzeugen. Tausende Menschen gingen in den Freitod: die einen angesichts blanker Angst vor der heranrückenden Roten Armee, andere aus Verzweiflung über den Verlust ihrer materiellen Existenz oder ihrer Ideale. Wieder andere, um sich der Verantwortung zu entziehen. Mehr Informationen →

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