Gedenkstätte KZ-Gedenkstein Wedel Schleswig-Holstein

Am 13. September 1944, erreichten 500 ungarische und tschechische Frauen, Insassinnen aus dem Konzentrationslager Neuengamme, Außenlager Dessauer Ufer die Stadt Wedel und wurden in das Barackenlager an der Rissener Straße gebracht. Die Frauen, die etwa einen Monat hier blieben, mussten in Hamburg Aufräumungs- und Schanzarbeiten leisten. Im Oktober transportierte die SS die Häftlinge in ein anderes Lager und in die freigewordenen Baracken zogen für einen Monat 500 männliche polnische und sowjetische KZ-Häftlinge ein, die Panzergräben ausheben mussten. Auf die 32 namentlich bekannten Opfer des Lagers in Wedel weist ein Gedenkstein auf dem Friedhof Breiter Weg hin. Ein weiteres Mahnmal für das Außenkommando Wedel des Konzentrationslagers Neuengamme steht seit 1986 an der Rissener Straße.

Kontakt

Vergangene Veranstaltungen

27.01.2020 | 17:00 Uhr

Treffen am KZ-Gedenkstein in der Rissener Straße in Wedel

Treffen mit Lesungen - Wir bitten, Windlichter oder Laternen mitzubringen!

27.01.2020 | 19:00 Uhr

Wie der NS-Staat die „arischen“ Jugendlichen formte „Du bist nichts – Dein Volk ist alles“ ; Stadtbücherei Wedel, Rosengarten 6

Ein wichtiges Ziel unserer Gedenk-Veranstaltung soll die Aufklärung sein, hören wir doch immer wieder, dass viele Menschen über die Zeit des deutschen Faschismus nicht informiert sind. Wir erleben einen Rechtsruck. Deshalb geht es auch um die Warnung vor faschistischen Tendenzen heute. Wir haben wieder Jugendliche aus Wedeler Schulen gewinnen können, die sich mit der Thematik auseinandersetzen und am 27. Januar 2020  in der Stadtbücherei Wedel vortragen. - Schülerinnen der Ernst-Barlach-Schule beschäftigen sich mit der  Erziehung im NSStaat. Sie haben einen Kurzfilm erstellt, der Zeitzeugen zu Worte kommen lässt und Einblick in HJ und BDM geben soll. - An der Gebrüder- Humboldt-Schule werden sich Jugendliche mit der Lage farbiger Kinder in der NS-Zeit befassen und aus dem Buch lesen: „Neger, Neger, Schornsteinfeger“ von HansJürgen Massaquoi. - Marianne Wilke steht als Zeitzeugin zur Verfügung und kann berichten, wie es ihr als Kind im 3. Reich ergangen ist, als sie zur „Halbjüdin“ gemacht und entsprechend behandelt wurde. Den musikalischen Rahmen gestalten die „Elbsound Five“. Sie werden auf der Gedenkveranstaltung Musik der 30er und 40er Jahre des vorigen Jahrhunderts spielen, vor allem Swing, der in Nazi-Deutschland einen Teil des Widerstandes darstellte.

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